Die demografische Entwicklung (PDF-Dokument) und ihre Interpretation, die in den letzten Tagen als Schreckgespenst durch die Medien geistert und gebährfähigen Frauen suggeriert, sie seinen am Niedergang Schuld, wird immer absurder, je länger ich darüber nachdenke.
Zuerst wird einem Mädchen/Frau (in emanzipierten Familien auch Jungen bzw. Männern) eingebläut ja nicht zu früh schwanger zu werden. Erst muss die Schule erfolgreich abgeschlossen werden. Dann muss eine Ausbildung oder das Studium abgeschlossen werden. Und dann sollte man sich einige Jahre im Beruf befinden, denn ohne Berufserfahrung nach einer Ausbildung oder dem Studium geht es auch nicht. Einmal im Beruf sollte man außerdem darauf achten flexibel zu sein, das bedeutet feste Arbeitszeiten, feste Jobs etc. gehören meistens der Vergangenheit an. Und jetzt? Nach Schule, Ausbildung/Studium und einer flexiblen Arbeitsstelle? Nun ja, jetzt sind wir Egoisten, Angsthasen, geldgeil etc. (kann wahlweise auch kombiniert werden). Außerdem wird damit gedroht unsere Rente zu halbieren, falls wir nicht doch noch etwas für das Vaterland die Rentenkasse tun.
Auf die Spitze der Unverschämtheit wird die Diskussion allerdings durch die SVZ (Schweriner Volkszeitung) gebracht, die die Schuld für die Entwicklung auch bei legalen Abtreibungen sieht; eine Aussage, die ich nicht kommentieren kann und möchte.
Ein Aderlass von acht Millionen Menschen, die Deutschland heute fehlen.
SVZ
Es gibt allerdings auch Positives im Mediendschungel zu lesen:
Familienkrach
Der Preis des Glücks
Der Kinderschock
Ich denke es gibt genau einen guten Grund Kinder zu bekommen: „man möchte Kinder” und einen guten Grund keine Kinder zu bekommen: „man möchte keine Kinder”. Und 1.000 andere private Gründe, die die Entscheidung beeinflussen.